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Obedience

Obedience ist eine Hundesportart, die wie Agility aus England kommt und nichts anderes als „Gehorsam“ bedeutet.

Man nennt Obedience auch „die hohe Schule des Gehorsams“.

Es ist eine Hundesportart bei der es besonders auf eine schnelle und exakte Ausführung der Übungen ankommt. Das klingt jetzt eher trocken und langweilig, aber das ist es auf keinen Fall. Obedience ist vielseitiger als das übliche Gehorsamstraining und fordert alle Sinne der Hunde.

Viel Wert wird besonders auf ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund gelegt. Man sagt auch „Obedience muss Spass machen“ oder auch „ein Obedience Hund muss nicht arbeiten – er will arbeiten“.

Das ist Donna, die Schäferhundhündin startet mit ihrem Frauchen Corina schon in der höchsten Leistungsklasse, der Klasse 3 .

Donna ist immer mit viel Begeisterung bei der „Arbeit“.

Ein großer Unterschied zu anderen Hundesportarten besteht darin, dass der Hundeführer von einem Ringsteward durch die Prüfung geführt wird. Der Ringsteward gibt dem Hundeführer genaue Anweisungen, was als Nächstes zu tun ist.

In Deutschland gibt es vier Prüfungsstufen; die Beginnerklasse, Klassen 1, 2 und 3

Neben den „normalen“ Unterordnungselementen wie

– Bei-Fuß-Gehen mit und ohne Leine, Sitz, Platz und Steh aus der Bewegung und dem Abrufen des Hundes

kommen noch viele interessante Elemente hinzu, wobei sich deren Anforderungen in den verschiedenen Klassen steigern.

So gibt es:

– Bleib-Übungen mit und ohne Sichtkontakt, wobei alle Hunde gleichzeitig abgelegt werden

– Apportieren von Holz und Metall – später auch mit Richtungsanweisungen

– Springen und Apportieren über eine Hürde

– Vorausschicken in ein Quadrat

– Geruchsidentifikation aus mehreren Hölzern

– die Distanzkontrolle – wobei der Hund in einem großen Abstand eine Reihe von Positionswechseln (Sitz. Platz,  Steh) ausführeh soll. ohne sich dabei auf seinem Ablageplatz vor oder zurück zu bewegen.

Einige der Elemente wollen wir etwas näher erläutern:

1. Geruchsidentifikation

Der Hund muss aus sechs ausgelegten Hölzchen, das herausfinden, welches der Hundeführer für 10 bzw. später 5 Sekunden in der Hand hatte.

Corina hält für 5 Sekunden eines der sechs Hölzchen.

Die Hölzchen werden ausgelegt.

Beim Auslegen der Hölzchen darf der Hundeführer nicht zusehen, damit er die Lage des richtigen Hölzchens nicht kennt und dem Hund keine Hilfe geben kann.

Donna findet das richtige Hölzchen,

und bringt es Corina.

2. Distanzkontrolle

Der Hund muss in einer Entfernung von 5 bzw. später 10 m verschiedene Positionswechsel zeigen, wobei er seine Position nicht nach vorn oder hinten verschieben darf.

In den ersten Klassen gibt es zunächst nur die Positionswechsel Platz und Sitz,

später kommen auch noch die Wechsel aus dem Steh hinzu.

Schäferhündin Donna arbeitet im Abstand von 10 m zu Corina.

3. Sitz, Steh und Platz aus der Bewegung

In der Beginnerklasse wird zunächst ein Sitz aus der Bewegung gezeigt, in Klasse 1 kommt dann das Steh aus der Bewegung hinzu. In Klasse 2 wird ein Umrunden des Hundes zu den Übungen hinzugefügt und in Klasse 3 wird auch ein Platz aus der Bewegung verlangt. Die Reihenfolge der Positionen kann wechseln, diese werden vor der Prüfung ausgelost.

Donna zeigt uns hier ein Platz aus der Bewegung.

4. Hürde

In Klasse 1 springt der Hund nur in eine Richtung über die Hürde.

Deborah beim Sprung über die Obediencehürde.

In den nächsten Klassen muss der Hund ein Apportel aus Holz bzw. Mrtall über die Hürde zurück bringen.

5. Abrufen mit Steh

Während in den ersten beiden Klassen nur ein „normales“ Abrufen gezeigt wird, muss der Hund in Klasse 2 ein Steh auf Kommando zeigen und in Klasse 3 noch zusätzlich ein Platz.

Dazu wird der Hund in einer Entfernung von 30 m abgelegt und auf Kommando gerufen. Etwa auf der Hälfte der Strecke muss der Hund auf Kommando stehen bleiben und wird anschließend weiter gerufen. Hierbei ist entweder nur ein Handzeichen oder ein Wortsignal erlaubt.

6. Apport

Während das Apportel in der Beginnerklasse ausgelegt wird, wird es in der Klasse 1 ausgeworfen. Der Hund muss bis zum Kommando sitzen bleiben und dann das Apportel zügig bringen.

Deborah übt mit Corina das Apportieren.

In den höheren Klassen werden dann 2 bzw. 3 Apportel ausgelegt und dem Hund wird die Richtung des zu bringenden Apportels angezeigt. Das Holz welches gebracht werden soll, wird am Beginn der Prüfung ausgelost.

7. Box

Der Hund wird in ein markiertes Viereck voraus geschickt und muss dort auf Kommando Platz machen. Dabei steigert sich zunächst die Entfernung zur Box und später wird der Hund nicht mehr von dort abgeholt, sondern ins Fuß abgerufen.

Deborah bei der Boxübung

 

Hier noch einige Bilder aus unserem Obi-Training:

Trainerin Elly bringt Deborah das Halten des Apportels bei.

Es klappt schon ganz gut.

Elli übt mit Bakira das „bei-Fuß-gehen“

.

Das sieht richtig gut aus!

Bakira bei der Übung „Stehen und Betasten“. Der Hund muss ruhig stehen bleiben während eine fremde Person ihn betastet.

Wir machen eine Gruppenübung.

Alle Hunde werden gleichzeitig abgelegt.

 

Obedience ist äußerst vielseitig, die Übungen werden den Hunden mit viel Freude vermittelt.

Probiert es aus!!!

Hier sehen wir Schäferhündin Donna mit ihrem Frauchen Corina auf einem Obediencetunier.